Regeln: So funktioniert der Wettbewerb

Der Vorlesewettbewerb ist kein Buch mit sieben Siegeln: Von der Teilnahme bis zur Jury hier die wichtigsten Fakten auf einen Blick.

  • Wer kann sich beteiligen?

    Teilnehmen können alle Schüler* der 6. Klassen in Deutschland.
    Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen haben die Möglichkeit in einem eigenen Wettbewerb zu lesen. (s. weiter unten)

  • Welche Stationen gibt es?

    Von der Schule über regionale und Länder-Ebene bis zum Finale werden die besten Vorleser in mehreren aufeinanderfolgenden Entscheiden ermittelt.
    Mehr dazu unter Termine

  • Wie werden Schüler zum Vorlesewettbewerb angemeldet?

    Die besten Vorleser werden zunächst innerhalb der Klasse, anschließend auf Schulebene ermittelt und an den Börsenverein gemeldet.

    • Jede Schule kann einen Schulsieger für die Teilnahme am Regionalentscheid beim Börsenverein anmelden, online im Bereich “Lehrer”.
    • Schulen mit mehr als 200 Teilnehmern in der sechsten Klassenstufe dürfen zwei Sieger melden.
    • Siegeranmeldung nur online im Meldeportal! (Ab Ende Oktober!) – Meldeschluss: 15. Dezember!
    • Haben sich Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen beteiligt, so kann zusätzlich zum regulären Schulsieger auch ein Sieger zur Teilnahme am Vorlesewettbewerb Förderschüler gemeldet werden (s. unten).
  • Was wird gelesen?
    • Jedes Kind liest ein Passage aus einem Wahltext und in der Regel aus einem Fremdtext vor.

    Der Wahltext
    Buch und Textabschnitt wählen die Teilnehmer selbst.
    Der Text muss folgende Kriterien erfüllen:

    • Die Lesedauer beträgt rund drei Minuten.
    • Nicht zugelassen sind Schullesebücher, Anthologien, Lyrik, Mundart- und Theaterstücke. Auch selbstgeschriebene Texte sind nicht erlaubt.
    • Auf jeder Ebene muss ein Titel eines anderen Autors ausgewählt werden. Die Bücher dürfen auch nicht nochmals aus der gleichen Buchreihe oder Serie stammen.
    • Die Texte dürfen nicht aus fotokopierten Blattsammlungen bestehen, nicht zusammengestrichen, ergänzt oder auf sonstige Art verändert sein.
    • Das Lesen aus E-Book-Readern ist grundsätzlich zulässig, sofern aus einem orignalen, unveränderten E-Book vorgelesen wird (keine Auszüge, Leseproben o.ä.). Sollten technische Störungen den Vortrag verhindern oder unterbrechen, kann dies dazu führen, dass der Beitrag nicht gewertet wird.

    Vor dem Lesen nennen die Kinder Titel und Autor ihres Buches und erklären kurz den inhaltlichen Zusammenhang zum vorbereiteten Textabschnitt. Diese Buchvorstellung zählt nicht zur Lesedauer und fließt nicht in die Bewertung ein.

    Der Fremdtext
    Ein Text wird von den jeweiligen Organisatoren in Abstimmung mit der Jury vorgegeben.

    • Idealerweise lesen alle Teilnehmer fortlaufend aus einem Buch vor.
    • Die Lesedauer pro Kind beträgt rund zwei Minuten.
    • Wünschenswert ist ein gleichbleibender Schwierigkeitsgrad,möglichst ohne «Zungenbrecher» oder fremdsprachliche Ausdrücke.

    Es steht dem Organisator frei, zu entscheiden, ob der Fremdtext von allen Kindern gelesen wird oder nur von denjenigen, die in die engere Wahl kommen.

  • Wer bewertet die Vorleser?
    • Bei Klassen- und Schulentscheiden: Mitschüler und Lehrkräfte, gerne auch externe Juroren.
    • Bei regionalen Wettbewerbsveranstaltungen: Eine unabhängige Jury, die der örtliche Organisator zusammenstellt.
    • Zur Beurteilung der Vorlesebeiträge sind die Grundsätze und der Bewertungsbogen vorgesehen, die im Download-Bereich zu finden sind.
    • Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf Wiederholung von Wettbewerbsveranstaltungen.
  • Der Vorlesewettbewerb für Förderschüler

    Um die individuelle Leseförderung zu unterstützen und eventuelle Schwellenangst zu nehmen, wird als Ergänzung der Vorlesewettbewerb für Förderschüler angeboten. Er ermöglicht die Teilnahme an eigenständigen Regionalentscheiden bzw. in eigenen Wertungsgruppen bei gemeinsamen Veranstaltungen. Angesprochen sind in erster Linie Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen (s. weiter unten).
    Förderschüler können auch für den regulären Wettbewerb angemeldet werden. (Achtung: Nur wenn die Schule nicht gleichzeitig einen Regelschüler meldet. Pro Schule ist nur eine reguläre Siegermeldung zulässig)

    Wer kann teilnehmen

    • Der Vorlesewettbewerb Förderschüler richtet sich vorwiegend an Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen.
    • Förderschüler mit Regelbeschulung (z.B. FSP Sehen, Körperliche und motorische Entwicklung, u.a.) nehmen am regulären Wettbewerb teil.
    • Über die Teilnahme von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in anderen Schwerpunkten muss im Einzelfall in Abstimmung mit uns entschieden werden. Als Richtlinie gilt: Die Lesekompetenz muss eine Lesung unter Wettbewerbsbedingungen zulassen.
    • Wenn an der Schule keine abgegrenzten Jahrgangklassen bestehen, können Kinder im Alter zwischen 10 und 13 Jahren teilnehmen.
    • Für den Förderschülerwettbewerb ist pro Schule nur eine Siegermeldung möglich. Schulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten können also nicht mehrere Schulsieger melden.
    • Es können alle Handreichungen und Vorlagen des regulären Vorlesewettbewerbs verwendet werden. Diese finden Sie im Bereich Downloads.

    Die Schulsiegermeldung

    • Für die Anmeldung zum Vorlesewettbewerb Förderschüler gelten die üblichen Bedingungen: Die Schulsiegermeldung muss bis zum 15. Dezember online über des Meldeportal im Lehrerbereich abgeschlossen sein.
    • Bitte wählen Sie die Rubrik «Vorlesewettbewerb Förderschüler». Sollten Sie Ihre Schule in der Auswahlliste nicht finden, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.
    • Schulen mit Integrationsklassen bzw. inklusivem Unterricht dürfen für beide Wettbewerbe einen Sieger küren und anmelden.

    Die Regionalentscheide

    • Je nach Teilnehmerzahl und den geografischen Gegebenheiten werden Förderschüler entweder zu eigenständigen Regionalentscheiden eingeladen, die auf die Kinder zugeschnitten sind, oder sie nehmen mit eigener Wertung an den regulären Kreisentscheiden teil.
    • Aufgrund der regional und von Jahr zu Jahr stark schwankenden Beteiligung erfolgt die Zuordnung der Kinder zu den Entscheiden anhand der jeweils vorliegenden Schulsiegermeldungen in den einzelnen Gebieten. Dies wird nach Prüfung der Teilnehmerlisten (Anfang Januar) festgelegt.
      Die regionale Zuordnung kann daher von den bekannten Stadt-, Kreis- oder Bezirksgrenzen abweichen.
    • Der Wettbewerb endet bis auf Weiteres nach der Ermittlung der Sieger auf Regionalebene.

    Die Teilnahme am Vorlesewettbewerb für Förderschüler ist als optionales Angebot zu verstehen. Selbstverständlich können alle Kinder auch zum regulären Wettbewerb angemeldet werden!

    Besondere Hinweise für Regionalveranstalter

    • Die Einladung an Förderschüler ist unbedingt auch an die Schule des Kindes zu richten und nicht nur an die Privatadresse bzw. Eltern.
    • Auch eigenständige Regionalentscheide sollten möglichst zum Zeitpunkt der regulären Stadt-/ Kreisentscheide stattfinden, also bis Ende Februar abgeschlossen sein.
    • Es steht den Veranstaltern von Regionalentscheiden für Förderschüler frei, auf das Lesen eines Fremdtextes zu verzichten. Dies kann besonders bei großen Gruppen von Vorteil sein.
  • Was gibt es zu gewinnen?

    Auf jeder regionalen Ebene ab Stadt-/Kreisentscheid erhalten alle Teilnehmer eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Die Sieger gewinnen ein zusätzliches Buch oder einen Büchergutschein sowie die Einladung zur nächsthöheren Wettbewerbsrunde.

    Die Landessieger gewinnen einen dreitägigen Berlinaufenthalt und die Teilnahme am Finale im Studio des rbb.

    Der Bundessieger erhält außerdem eine Medaille, einen BücherScheck über 50 Euro und wird zum nächsten Finale in die Jury eingeladen. Für seine Schule gewinnt er einen Wanderpokal, den Besuch eines Autors und ein umfangreiches Buchpaket für die Schulbibliothek. – (Im Falle eines Schulwechsels wird der Wanderpokal an der neuen Schule ausgestellt. Das Buchpaket geht an die alte Schule, dort sollte nach Möglichkeit auch die Lesung stattfinden.)

*Zur besseren Lesbarkeit sind Personenbezeichnungen auf dieser Website in der männlichen Form angegeben. Damit sind ausdrücklich zugleich auch alle weiblichen Personen gemeint und angesprochen!